Kreta – Ost-West-Querung 2

Geschrieben von hikingharry am 16. Dezember 2011 | Abgelegt unter Kreta

Heraklion, Paleokastro, Kato Zakros

Am 2. November bin ich dann also in München losgeflogen, es war ein grauer Novembermorgen, und abends war ich dann in einem schon dunklen Heraklion am Flughafen. Mit etwas Herumfragen fand ich den Bus in die Stadt. Der Busfahrer erklärte mir, wo ich aussteigen müßte, um zum Busbahnhof zu gelangen, denn da in der Nähe lag auch mein Hotel, das Hotel Pasiphae, dort hatte ich schon ein Zimmer für € 36,00 gebucht. Im Hotel wurde ich freundlich begrüßt, das Zimmer erwies sich als etwas abgewohnt, aber ansonstenwar es total in Ordnung. Bei der Rückreise stellte sich heraus, das die Chefin sogar deutsch spricht und sehr hilfsbereit ist. So kann ich das Hotel mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Strand von Kato Zakros

Am nächsten Tag dann ging ich schon um 6.30 Ur zum Busbahnhof, um den ersten Bus nach Sitia zu erwischen. Bei Morgenrot ging es durch ein schlafendes Heraklion nach Westen, zuerst nach Sitia, dort wartete ich ca. 1 Stunde und weiter ging es nach Paleokastro. Der Himmel blau, warm, etwas windig, Meerluft. Ich trank griechischen Kaffee und wartete darauf das der einzige Taxifahrer Zeit für mich hatte, um mich die fehlenden 30 Kilometer nach Kato Zakros zu bringen.

Bald stand ich am Meer, wenige Häuser und Tavernen, rötliche Felsen, starker Wind und ein Geruch nach Kräutern, Disteln und Meer erfüllte die Luft. Innerlich jubelte ich – Angekommen! Morgen geht´s los.

Gepackter ULA CDT Rucksack in Paleokastro Brawnylite Tarp am Strand Kato Zakros bei Sonnenaufgang Es geht los

Ich spazierte etwas herum und sah das noch 2 Tavernen geöffnet hatten. In einer der beiden aß ich dann später zu Abend. Moussaka, was anderes gab es nicht, dafür schmeckte es aber ausgezeichnet, ebenso wie der Wein. Und wieder Kaffee, Elleniko natürlich.

Kurz nach 17.00 ging die Sonne unter und bald wurde es dunkel. Ich hatte schon in der Taverne gefragt, ob es jemanden stört, wenn ich am Strand schlafe. Die Antwort war, das es jetzt (November) niemanden störe, es sei ja keine Saison. Gut zu wissen.

Während der ganzen Zeit gab es noch was sehr Dauerhaftes, das mich fast die ganze Länge Kretas begleiten sollte – Wind, recht stark, böig. Wenn nicht so, dann noch stärkerer Wind, davon aber später mehr. So war es nicht ganz einfach am Strand meine Tarp aufzubauen. Über mir rauschten und bogen sich die Pinien, dazwischen funkelten die Sterne aus samtschwarzen Nachthimmel. Wellen brachen sich rauschend am Kiesstrand. Die endlose griechische Nacht mit all ihrer Schönheit und ich mittendrin. Und morgen geht´s los. Lächelnd schlief ich ein.

In Zahlen: 5 Liter Wasser, 2 Busse, 1 Taxi, 4 griechische Kaffees.

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