Bericht vom Corfu Trail Teil 1
Geschrieben von hikingharry am 24. April 2010 | Abgelegt unter Korfu
Ankunft auf Kerkyra (Korfu), Busfahrt, von Kavos zum Arkoudilas Strand
Ich sitze gerade bei Regen in Venedig, da dachte ich mir, ich tippe gleich mal ein paar Zeilen. Fotos füge ich dann noch später ein.
Mit der Fähre in Kerkyra (Corfu Town) angekommen finde ich nach etwas Herumfragen den Busbahnhof und fahre sofort mit dem Bus um 14.00 Uhr nach Kavos im Süden der Insel. Ich staune, als ich den Busfahrer am Steuer rauchen sehe. Vor dem Fenster zieht die Landschaft vorbei, Olivenbäume, kleine Doerfer, blühende Wiesen. Nach ca. 1,5 Stunden sind wir in Kavos, das noch im touristischen Tiefschlaf liegt. An der Hauptstrasse jede Menge Bars und Self Service Restaurants.
Eine Frau, die gerade ein Geländer streicht, eklärt mir, wie ich zum Trailbeginn komme.
Zwischen Gärten und eingezäunten Olivenhainen gehe ich eine staubige Strasse entlang. Bald sehe ich den ersten Trailmarker, nach einigen Fotos gehe ich los.
Ginster blüht, Vögel zwitschern, ein würziger, erdiger Duft schwebt über dem Ganzen. Immer wieder gelbe Punkte an Pinien; vom Weg abkommen kann man (momentan noch) nicht, dafür ist am Wegesrand alles zu dicht bewachsen. Zuerst komme ich bei einer Ruine vorbei, und kurz darauf zum ca. 300 Jahre alten Kloster (den Ruinen), von wo aus es schöne Tiefblicke zum Meer hinab gibt.
Von dort aus geht es einen schmaler werdenden Weg hinab zum Strand von Arkoudilas. Ein einsamer Sandstrand liegt vor mir. Ruhe liegt über dem Land, was mich momentan am meisten fasziniert. Wenn nicht gerade ein Vogel zwitschert oder der Wind in den Olivenbäumen rauscht ist da eine große Stille, fast vergleichbar mit der Stille , wie z.B. am Gr. Slave Lake in Kanada, ruhig und weit weg von allem.
Ich hüpfe kurz ins Wasser und koche mir dann Asia Nudeln (“Schweinefleischgeschmack”) mit Zwiebeln und Landjägerstückchen. Aufs Meer hinausschauend esse ich bedächtig und esse als Dessert ein paar Schokoladenostereier. Ich beschließe die Tarp am Stand aufzubauen. Es ist gut hier zu sein, ich freue mich auf Morgen und gegen 21.30 Uhr schlafe ich ein, vom Plätschern der Wellen begleitet.
Stille: 9, Einsamkeit: 8
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