Bericht vom Corfu Trail Teil 2

Geschrieben von hikingharry am 27. April 2010 | Abgelegt unter Korfu

Vom Arkoudilas Strand nach Ag. Georgios (Süd)

Als ich am Sonntag früh aufwache bin ich ganz von meiner Umgebung beeindruckt, fotografiere vorbeifahrende Fischerboote, Wellen am Ufer und die Steilküste dahinter im Morgenlicht.

Da am anderen Ende des Strandes schon Sonnenlicht ist packe ich zusammen, gehe hinüber (ca. 1km), frühstücke dort Knuspermüsli mit Milchpulver, trinke Wasser dazu und trockne die noch taunasse Tarp in der Morgensonne.

Der Trail führt mich dann ca. 170m hoch, einen Feldweg entlang Richtung Spartera. Und da ich gerade aus dem vergleichsweise noch spätwinterlichen Tirol gekommen bin begeistern mich wieder mal die ganzen Blüten und würzig, erdige Geruch. Auch die Olivenbäume finde ich sehr interessant. In ihrer Knorrigkeit sehen sie z.T. wie Skulpturen aus.

Am Rand des Dorfes vorbei geht es in eine Art Tal hinab an Gemüsegärten, etlichen Orangen- und Zitronenbäumen vorbei und natürlich durch Olivenhaine weiter Richtung Lefkimmi. Immer wieder sehe ich Pferde – an langen Leinen, die quasi als natürliche Rasenmäher dienen, genauso wie des öfteren Schafe und Ziegen.

Bald darauf verliere ich mal kurz die Markierung und komme etwas zu weit östlich an der Sraße nach Lefkimmi heraus. An einem Sonntag, das auch noch zu Mittags treffe ich dann in Lefkimmi ein, so ziemlich alles ist zu. Aber in einem Minigeschäft kann ich mir Wasser und eine Zimtschnecke kaufen. Danach habe ich im Ort die Markierung verloren, suche die gelben Punkte und orientiere mich mal wieder nach der Karte und finde den Weg als bald wieder. Nach einem unfreiwilligen Abstecher zur Gardenos Beach finde ich den Weg zum Varvara Strand und von dort gehts wunderschön am Meer entlang bis nach Ag. Giorgios. Schön am Strand gelegen, angelegt wie eine Art Straßendorf und absolut ruhig. Alles geschlossen. Keine Saison. Diese wird erst Anfang Mai beginnen.

Ziemlich am Ende des Dorfes sehe ich eine Frau Wasser aus einem öffentlichen Wasserhahn in Kanister abfüllen – da fülle ich auch meine Flaschen nochmal voll, trinke was geht und verschwinde in der Dünenlandschaft der Korissionlagune. Da gibt es recht hohe Sanddünnen, Hügel mit riesigen Wacholderbüschen bewachsen und dazwischen die beginnende Blumenpracht. Bis auf ein paar Motocrossbikes ist es herrlich ruhig, das Meer rauscht sanft herüber – am Strand ist es wohl ziemlich windig.

Nach etlichen Snackpausen heute, und einem Mittagessen aus Wraps mit Margarine, Käse, Landjäger, Erdnußbutter und Marmelade gibts abends dann ein Schnellkochreisgericht angereichert mit Zwiebeln und Landjäger. Von weiter weg höre ich ein paar Hunde bellen; über den dunklerwerdenden Himmel ziehen schnelle Wolken dahin.

Motocrossbikes: 4, Strand: 90% Sand

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2 Kommentare zu “Bericht vom Corfu Trail Teil 2”

  1. am 27. April 2010 um 12:17 1.quasinitro schrieb …

    Tach Harry,

    sehr schön geschrieben und gut nachvollziehbar.
    Den Weg vom Varvara Strand am Meer entlang kann ich mir sehr gut vorstellen,aber zeig uns doch noch ein paar Bilder mehr damit wir weiter träumen können.

    Genau die von dir beschriebene Stille ist u.a.der Grund für solche Touren!

    Also weiter so und nichts überstürzen ;- )

    Grüße vom Nitro

  2. am 27. April 2010 um 13:45 2.hikingharry schrieb …

    Danke Nitro, :)

    Bilder gibts auch bald dazu, wie auf der Seite dazu.

    Gruß hikingharry

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